Swift stürzt ab, NASA bittet die Industrie um Rettung für Hubble
Ein NASA-Teleskop verglühte am 4. November über Sumatra. Das berühmteste hat bis zum 30. November Zeit, einen kommerziellen Retter zu finden.
MAN TARGET Editors5. November 2026 3 Min. Lesezeit
Keine zwei Wochen nachdem die NASA seine Mission beendet hatte, ist das Neil Gehrels Swift Observatory heimgekehrt. Es trat am Mittwoch, 4. November, um 7:39 Uhr New Yorker Zeit über Nord-Sumatra in die Atmosphäre ein, berichtete Space.com unter Berufung auf den Satellitenbeobachter Jonathan McDowell und Daten der US Space Force. Spaceflight Now verortete den Absturz über West-Indonesien. Das Timing ist bezeichnend: Wenige Tage zuvor hatte die NASA Unternehmen gefragt, wie sich Hubble dasselbe Schicksal ersparen lässt.
Ein Ende in Kleinbusgröße
Swift wog rund 1.450 kg. Die NASA erwartete, dass das meiste verglüht, und bezifferte das Risiko, dass Trümmer jemanden verletzen, auf 1 zu 2.100. Swift hatte keine Triebwerke, der Luftwiderstand zog es langsam nach unten. Eine 30-Millionen-Dollar-Rettung durch Katalyst Space scheiterte, als deren Sonde LINK, gestartet am 3. Juli, Probleme mit Antrieb und Reaktionsrädern bekam; LINK selbst stürzte am 25. September ab. „Von Anfang an war dies eine Mission mit hohem Risiko und hohem Ertrag“, sagte Shawn Domagal-Goldman, Leiter der Astrophysik-Abteilung der NASA, laut Space.com.
- Gestartet im November 2004 für eine zweijährige Mission; es arbeitete fast 22 Jahre.
- Mehr als 2.000 Gammablitze und 1.400 Supernovae beobachtet.
- Letzte wissenschaftliche Beobachtung: 20. Oktober 2026.
Hubble braucht einen Schlepper
Am 29. Oktober veröffentlichte die NASA eine Informationsanfrage: Die Industrie soll Wege aufzeigen, Hubble anzuheben, zu warten oder sicher zu entsorgen, berichten The Next Web und Gizmodo. Eine Anhebung muss mindestens 600 km erreichen, ohne das Teleskop zu beschädigen; Antworten sind bis 30. November fällig. Die Firmen würden Rakete, Servicefahrzeug, Missionsbetrieb und bei Bedarf eine Crew stellen. Hubble fliegt in etwa 470 km Höhe; zuletzt hob es das Space Shuttle Columbia 2002 auf 583 km an. Eine Mission müsste bis 2032 fliegen: Die NASA sieht eine Wiedereintrittswahrscheinlichkeit von 10 Prozent bis September 2032 und 50 Prozent bis Dezember 2033.
Es ist der zweite Anlauf. Eine Anfrage von 2022 brachte acht Antworten, und Jared Isaacman, damals Privatastronaut, bot an, den Großteil einer bemannten Dragon-Mission zu bezahlen; 2024 entschied sich die NASA dagegen. Heute leitet Isaacman die NASA. „Hubble hat noch wichtige Wissenschaft vor sich“, sagte er laut Gizmodo. Die NASA hat kein Geld eingeplant und keine Mission zugesagt.
Swift hat gezeigt, was passiert, wenn niemand kommt. Bei Hubble lautet die Frage, ob jemand kommt.
Die Woche im Blick
- Donnerstag, 5. November: Die Astronauten Anil Menon und Joshua Kutryk steigen aus, um das achte und letzte neue Solarmodul der ISS zu montieren, so die NASA.
- 7. November, 00:46 UTC (Abend des 6. November in Kalifornien): Falcon 9 startet nach vier Terminverschiebungen die geheime Mission USSF-432 von Vandenberg, laut Space Launch Schedule.
- 13. November: ULAs Vulcan fliegt wieder, mit Amazon-Leo-Satelliten.
- Frühestens 23. November: Ariane 64 bringt 36 Amazon-Leo-Satelliten ins All, kündigte Arianespace an.
Für Himmelsbeobachter ist die Botschaft einfach: Hubble beobachtet vorerst weiter, und die Entscheidung über seine Zukunft beginnt mit dem, was bis 30. November bei der NASA eingeht.
Das Wichtigste
- Swift, ein 1.450 kg schweres Gammastrahlen-Observatorium, trat am 4. November um 7:39 Uhr New Yorker Zeit über Nord-Sumatra wieder ein.
- Eine kommerzielle Rettung für 30 Millionen Dollar scheiterte, als die Katalyst-Sonde LINK Antriebs- und Reaktionsradprobleme bekam.
- Am 29. Oktober bat die NASA die Industrie um Ideen, Hubble auf mindestens 600 km anzuheben; Antworten bis 30. November.
- Die NASA hat kein Geld eingeplant und sich nicht zum Kauf einer Mission verpflichtet.
FAQ
Wann und wo trat das Swift-Observatorium wieder ein?
Am 4. November 2026 um 7:39 Uhr New Yorker Zeit über Nord-Sumatra, laut Space.com mit Daten der US Space Force.
Wird Hubble abstürzen?
Irgendwann, ohne Anhebung. Die NASA sieht 50 Prozent Wiedereintrittswahrscheinlichkeit bis Dezember 2033, eine Rettung müsste also bis 2032 fliegen.
Wer kann Hubble retten?
Die NASA bittet Unternehmen bis 30. November 2026 um Vorschläge. Sie hat niemanden ausgewählt und kein Geld zugesagt.
Verfolgen Sie jeden Start und jede Mission mit Man Target Intelligence.
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